Strafe bei Steuerhinterziehung

Folgende rechtlichen Konsequenzen kann eine Steuerhinterziehung mit sich bringen:

  • Haftstrafe
  • Geldstrafe
  • Einstellung gegen eine Geldauflage

Die zu erwartende Strafe bei einer Steuerhinterziehung hängt von der Schwere der Tat ab. Das bedeutet, dass die Strafe höher ausfällt, wenn auch die hinterzogenen Steuern hoch sind.

Die Höhe und Art der Strafe bei einer Steuerhinterziehung richten sich im Einzelfall nach der konkreten Tat. Es gibt keine allgemeingültigen Tabellen und Gesetze für die Höhe der hinterzogen Steuern. Der Bundesgerichtshof hat jedoch festgestellt, dass ab einem Betrag der hinterzogenen Steuern von 100.000 Euro im Regelfall eine Freiheitsstrafe festzusetzen ist. Diese kann zur Bewährung ausgesetzt werden. Die höchste Haftstrafe beträgt für einen einfachen Fall der Steuerhinterziehung fünf Jahre und für einen besonders schweren Fall der Steuerhinterziehung zehn Jahre.

Das Strafgesetzbuch legt fest, dass sich die Strafe nach bestimmten Kriterien richtet:

  • Beweggründe und die Ziele des Täters
  • Tatgesinnung
  • Art der Ausführung und die verschuldeten Auswirkungen der Tat
  • Vorleben des Täters, seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse
  • Verhalten nach der Tat, insbesondere das Bemühen, den Schaden wiedergutzumachen

Durch die Vertretung eines im Steuerstrafrecht spezialisierten Verteidiger kann die Höhe der Strafe positiv beeinflusst werden. Es ist auch bei einem Gerichtsverfahren möglich, das Verfahren gegen die Zahlung einer Geldauflage einzustellen.

Für den Fall, dass eine Geldstrafe verhängt wird, berechnet sich die Strafe nach dem sogenannten Tagessatz. Ein Tagessatz entspricht dem Betrag, den der Angeklagte an einem Tag verdient. Bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 1.500 Euro beträgt der Tagessatz 50 Euro.

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