Partnerschaftsgesellschaft (PartG) gründen

Unsere Kanzlei unterstützt Sie bei folgenden Fragestellungen:

  • Wer kann eine Partnerschaftsgesellschaft gründen?
  • Wie kann man eine Partnerschaftsgesellschaft gründen?
  • Wer haftet bei einer Partnerschaftsgesellschaft?
  • Kann die Haftung bei einer Partnerschaft beschränkt werden?
  • Wie wird eine Partnerschaftsgesellschaft steuerlich behandelt?

Die Partnerschaftsgesellschaft ist eine Personengesellschaft, in welcher sich die Angehörigen freien Berufe zusammenschließen können, um ihren Beruf zusammen auszuüben. Nur wer einen freien Beruf ausübt, kann sich mit anderen Kollegen zu einer Partnerschaft zusammenschließen.

Wer kann eine Partnerschaftsgesellschaft gründen?

Eine Partnerschaftsgesellschaft kann nur durch Angehörige der freien Berufe gegründet werden. Zu den freien Berufen gehören unter anderem Ärzte, Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Ingenieure, Journalisten, Dolmetscher und Übersetzer, Künstler, Wissenschaftler, Schriftsteller und Lehrer. Es darf nur eine freiberufliche Tätigkeit und in Abgrenzung dazu kein Handelsgewerbe, das bedeutet eine gewerbliche Tätigkeit, ausgeübt werden. Eine Beteiligung ist nur natürlichen Personen möglich. Kapitalgesellschaften oder andere juristische Personen können nicht Mitglied einer Partnerschaftsgesellschaft.

 

Wie kann man eine Partnerschaftsgesellschaft gründen?

Eine Partnerschaftsgesellschaft muss schriftlich gegründet werden. Das bedeutet, dass ein schriftlicher Vertrag zwischen den Angehörigen der zu gründenden Partnerschaftsgesellschaft geschlossen werden muss.

 

Welche Inhalte muss der der Partnerschaftsvertrag haben?

Der Partnerschaftsvertrag muss nach § 3 Abs. 3 PartGG drei Pflichtangaben enthalten:

  1. Name und Sitz der Partnerschaft
  2. Namen und Vornamen sowie den ausgeübten Beruf und Wohnort jedes Partners
  3. Gegenstand der Partnerschaft

Der Partnerschaftsvertrag muss schließlich in das Partnerschaftsregister eingetragen werden.

Darüber hinaus sollte der Partnerschaftsvertrag  Regelungen zu einzelnen Aufgabenbereichen der Partner und Zuständigkeiten sowie zur Gewinnverteilung enthalten. Um einen Gesellschafterstreit zu vermeiden, sollten vorbeugend für den Konfliktfall Regelungen für einen Ausschluss eines Partners getroffen werden. Ein im Gesellschaftsrecht spezialisierter Rechtsanwalt kann den Vertrag zur Gründung der Partnerschaft vorbereiten und alle wesentlichen Vorkehrungen treffen, um die gemeinsame Berufsausbildung zu erleichtern.

 

Wer haftet bei einer Partnerschaftsgesellschaft?

Es besteht nicht die Möglichkeit, dass die Haftung bei der Partnerschaft beschränkt wird. Ähnlich wie bei der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR oder BGB-Gesellschaft) haften die Partner für Schulden der Gesellschaft gesamtschuldnerisch. Das bedeutet, dass jeder Partner für die Verbindlichkeit der gesamten Gesellschaft handelt. In diesem Grundfall bedeutet dies, dass eine Haftung auch in dem Fall gesetzlich vorgesehen ist, dass ein Partner auch für die von einem anderen Partner eingegangene Verbindlichkeiten haften kann.

 

Kann die Haftung bei einer Partnerschaft beschränkt werden?

Die Haftung ist gesetzlich für berufliche Fehler beschränkt. Wenn nur ein einzelner Partner mit der Bearbeitung eines Auftrages befasst worden war, haftet nur dieser mit seinem privaten Vermögen für den Berufsfehler. Allerdings haftet die Partnerschaftsgesellschaft neben dem Partner mit dem Gesellschaftsvermögen.

 

Wie wird eine Partnerschaftsgesellschaft steuerlich behandelt?

Die Partnerschaftsgesellschaft zahlt keine Gewerbesteuer, da kein Handelsgewerbe betrieben, sondern ein freier Beruf ausgeübt wird. Eine Partnerschaftsgesellschaft ist steuerlich transparent. Das bedeutet, dass die Partnerschaftsgesellschaft nicht selbst Steuern zahlen muss. Der Gewinn der Partnerschaftsgesellschaft wird für das Geschäftsjahr nach den Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag aufgeteilt. Der Gewinnanteil muss dann jeweils von dem einzelnen Partner mit der Einkommensteuer versteuert werden. Dazu muss der Gesellschafter 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf die festgesetzte Einkommensteuer zahlen.

Die Partnerschaftsgesellschaft selbst ist grundsätzlich auch verpflichtet, Umsatzsteuer zu zahlen. Eine Besonderheit gilt für Ärzte und Zahnärzte: Die ärztliche oder zahnärztliche Heilbehandlung ist grundsätzlich von der Umsatzsteuer befreit.

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Basic

350 zzgl. Umsatzsteuer

Medium

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Umfassende Beratung zur Rechtsform
und den Besonderheiten der Gesellschaft
Planung und Durchführung der Gründung
Ausarbeitung des individuellen Gesellschaftsvertrag
Anmeldung zum Partnerschaftsregister
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