Es besteht ein Unterschied zwischen der Abberufung und der Kündigung des Geschäftsführers. Die Abberufung des Geschäftsführers betrifft seine Stellung als Vertreter der Gesellschaft. Die Kündigung betrifft den Anstellungsvertrag als Dienstvertrag zwischen der Gesellschaft und dem Geschäftsführer.

Die Abberufung eines Geschäftsführers muss von der Gesellschafterversammlung beschlossen werden. Dadurch verliert der Geschäftsführer seine rechtliche Stellung als Vertreter der Gesellschafter. Die Abberufung muss im Handelsregister bekannt gemacht werden. Wenn in der Satzung der Gesellschaft nichts anderes vorgesehen ist, kann die Abberufung des Geschäftsführers jederzeit erfolgen. Ein wichtiger Grund ist dazu nicht erforderlich, es kann jedoch in der Satzung der Gesellschaft vorgesehen werden, dass ein wichtiger Grund für die Abberufung bestehen muss. Die Gesellschafterversammlung beschließt die Abberufung mit einfacher Mehrheit. Wichtige Gründe, welche von der Rechtsprechung für die Abberufung anerkannt wurden, sind unter anderem:

  • strafbare Handlungen zulasten der Gesellschaft
  • strafbare Handlungen im Geschäftsverkehr
  • Handeln gegen Beschlüsse der Gesellschaft
  • Handeln gegen Weisungen der Gesellschaft
  • Missachtung der Vertretungsbefugnis

Ein im Gesellschaftsrecht spezialisierter Rechtsanwalt kann überprüfen, ob im Einzelfall ein wichtiger Grund vorliegt. Ist dies nicht der Fall kann der Beschluss von dem geschäftsführenden Gesellschafter angefochten und Klage erhoben werden. Der Fremdgeschäftsführer kann sich gegen die Abberufung wehren, indem er Klage auf Wiederbestellung erhebt.

Die Abberufung ist wirksam, wenn der Geschäftsführer von der Abberufung Kenntnis erlangt. Die Gesellschafterversammlung muss dem Geschäftsführer die Abberufung bekannt geben. Schließlich muss die Abberufung, um Wirksamkeit gegenüber Dritten zu haben, im Handelsregister eingetragen werden.

Die Kündigung des Anstellungsvertrages betrifft den Dienstvertrag zwischen dem Gesellschafter und der Gesellschaft. Ob diese rechtmäßig ist oder nicht kann der Geschäftsführer gerichtlich überprüfen lassen. Zuständig ist hier nicht wie bei anderen Dienstveträgen das Arbeitsgericht, sondern das ordentliche Gericht.

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Kündigung des Anstellungsvertrages

Die Kündigung des Anstellungsvertrages betrifft den Dienstvertrag zwischen dem Gesellschafter und der Gesellschaft. Ob diese rechtmäßig ist oder nicht kann der Geschäftsführer gerichtlich überprüfen lassen. Zuständig ist hier nicht wie bei anderen Dienstveträgen das Arbeitsgericht, sondern das ordentliche Gericht.

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